negativer Antrieb

Bevor wir gleich dazu kommen, was eigentlich eine Möglichkeit ist, sprechen wir darüber, was keine Möglichkeit ist.

Es gibt im menschlichen Gehirn etwas, das so ein bisschen erscheint wie eine falsche Verdrahtung. Es ist ein beinahe zwanghafter Zusammenhang, der aufgelöst werden muss (und der auch aufgelöst werden kann), wenn man nicht immer weiter damit fortfahren möchte, das Gegenteil dessen zu erschaffen, was man eigentlich haben möchte.

Wenn Menschen an irgendeiner Stelle feststellen: "Das ist so nicht in Ordnung", dann fangen sie sofort an, irgendetwas dagegen unternehmen zu wollen. Es beginnt ein zwanghafter Aktionismus.

Falls sie nichts unternehmen wollen oder können, dann verbergen sie vor sich selbst, dass die Sache nicht in Ordnung ist und lügen sich etwas vor.

Was aber absolut überhaupt nicht geht, ist, eine Situation offenen Auges zu ertragen, die nicht in Ordnung ist.

Das ist die falsche Verdrahtung. Das ist der Zusammenhang der aufgelöst werden muss.

Warum?

Weil das Handeln aus einer Verneinung heraus das Gegenteil dessen erschafft, was eigentlich erreicht werden soll. Es ist genau das Handeln ohne Möglichkeit.

Eine gegenwärtige oder zukünftige Situation wird verneint: "Das geht so nicht! Das müssen wir ändern!" Und dann beginnt ein hilfloser Aktionismus. Dann beginnen die völlig unsinnigen Anstrengungen.

Ich nenne das "negativer Antrieb". Das Handeln erfolgt aus einem negativen Antrieb heraus.

Ein negativer Antrieb ist es deswegen, weil die Verneinung einer Situation, eines Zustands oder eines Gefühls das Handeln unmittelbar auslöst.

Prominentestes derzeitiges Beispiel ist die sogenannte "Eurorettung".

Warum erreicht man mit negativem Antrieb das Gegenteil dessen, was man erreichen möchte?

Weil nicht das Ziel eines Handelns allein für den Erfolg eines Handelns entscheidend ist. Sondern die Auslöser eines Handelns bestimmen, zu welcher Erfahrung das Handeln führt. Nur wenn Auslöser und Ziel sich nicht widersprechen, kann das Handeln erfolgreich sein.

Im Fall eines negativen Antriebs widersprechen sich Auslöser und Ziel des Handelns aber.

Der genaue Zusammenhang ist folgender:

Die Idee, welche das Handeln auslöst, verwirklicht sich als Erfahrung.

Im Fall negativen Antriebs lautet die Idee: "Ich habe ein Problem!"

Und indem diese Idee das Handeln auslöst, verwirklicht sie sich immer mehr als Erfahrung. Das heißt, das Problem wird immer realer, größer und stärker.

Es ist das genaue Gegenteil einer Lösung, was damit erreicht wird.

Wenn ich sage "löst das Handeln aus", dann spreche ich von einem sehr realen, energetischen Zusammenhang: Das Handeln wird von der Verneinung des Befürchteten angetrieben.

Beispiele für negativen Antrieb sind Eurorettung, Klimarettung / Umweltschutz, Energiewende

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